PC-Netzteil mit Kabeln in einem Gehäuse

Wie viel Watt braucht mein PC? Netzteil-Ratgeber 2026

Veröffentlicht am 13. Juni 2026 · Aktualisiert am 2. Juli 2026

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Kurz gesagt: Die nötige Wattzahl richtet sich vor allem nach der Grafikkarte. Als Orientierung für 2026: Ein Einsteiger-Gaming-PC (RTX 5060) kommt mit 550–650 W aus, ein Oberklasse-PC (RTX 5070) mit 650–750 W, ein High-End-PC (RTX 5070 Ti / 5080) mit 750–850 W. Wichtig ist etwas Reserve nach oben – aber ein unnötig großes Netzteil bringt keinen Vorteil, sondern kostet nur mehr.

Das Netzteil ist die unscheinbarste, aber eine der wichtigsten Komponenten im PC: Es versorgt alle Teile mit Strom. Ist es zu schwach, startet der PC unter Last nicht stabil; ist es unnötig riesig, hast du Geld verschwendet. Hier erfährst du, wie du die richtige Wattzahl findest – ohne Technikstudium.

Wie viel Watt brauche ich wirklich?

Die benötigte Leistung hängt vor allem von Grafikkarte und Prozessor ab – das sind die beiden größten Stromverbraucher. Als grobe Orientierung für 2026:

  • Einsteiger-Gaming-PC (Mittelklasse-GPU wie RTX 5060/5060 Ti): ein hochwertiges 550–650-W-Netzteil reicht komfortabel.
  • Oberklasse-Gaming-PC (z. B. RTX 5070): 650–750 W sind sinnvoll.
  • High-End-PC (z. B. RTX 5070 Ti, RTX 5080): 750–850 W geben genug Reserve.
  • Enthusiast/Top-GPUs (z. B. RTX 5090): 1000 W und mehr.

Wichtig ist eine Reserve: Ein Netzteil arbeitet am effizientesten und langlebigsten, wenn es nicht ständig am Limit läuft. Etwas Puffer nach oben ist also klug – aber du musst es auch nicht übertreiben.

Warum nicht einfach das größte Netzteil kaufen?

Ein häufiger Irrtum: „Mehr Watt = besser.” Stimmt nicht. Ein 1000-W-Netzteil in einem Mittelklasse-PC zieht nicht mehr Strom aus der Steckdose – es ist nur teurer und arbeitet im unteren Lastbereich sogar weniger effizient. Die richtige Größe ist die, die zu deiner Hardware passt, mit etwas Reserve. Nicht mehr.

Was bedeutet „80 Plus”?

Auf Netzteilen steht oft „80 Plus Bronze”, „Gold” oder „Platinum”. Das ist ein Effizienz-Siegel: Es sagt, wie viel des aus der Steckdose gezogenen Stroms tatsächlich beim PC ankommt (statt als Wärme verloren zu gehen). Höhere Stufen (Gold, Platinum) sind effizienter, laufen kühler und meist leiser – kosten aber etwas mehr. Für die meisten Builds ist Bronze bis Gold der vernünftige Bereich; Bronze ist solide, Gold ein lohnendes Upgrade bei Dauerlast.

Worauf du sonst achten solltest

Neben der Wattzahl zählen ein paar Dinge: ein Marken-Netzteil von einem etablierten Hersteller (beim Netzteil ist Sparen am falschen Ende riskant, weil ein billiges Modell im Fehlerfall andere Teile beschädigen kann), die passenden Stromstecker für deine Grafikkarte, und genug Reserve für spätere Upgrades. Ein etwas stärkeres Netzteil heute spart dir den Neukauf, wenn du in zwei Jahren eine stärkere Grafikkarte einbaust.

Das größte Risiko: ein zu schwaches Netzteil

Wird das Netzteil unter Volllast überfordert, kann der PC abstürzen, neu starten oder gar nicht erst hochfahren – oft schwer zu diagnostizieren. Deshalb ist die korrekte Dimensionierung passend zur Grafikkarte so wichtig. Welche GPU welche Leistung zieht, ordnen wir in unserer Grafikkarten-Kaufberatung ein.

Lass das Netzteil automatisch passend wählen

Die richtige Wattzahl hängt am Zusammenspiel aller Komponenten – genau das ist fehleranfällig, wenn man es von Hand macht. Unser Konfigurator berechnet die nötige Netzteil-Leistung automatisch passend zu deiner Grafikkarte und CPU und plant sinnvolle Reserve ein. So bekommst du garantiert ein ausreichend dimensioniertes Netzteil – ohne teures Überdimensionieren.