Einzelne PC-Komponenten übersichtlich nebeneinander gelegt

PC-Komponenten erklärt (2026): Welche Teile braucht ein PC?

Veröffentlicht am 19. Juni 2026 · Aktualisiert am 2. Juli 2026

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Kurz gesagt: Ein PC besteht aus acht Hauptkomponenten: Prozessor (CPU), Grafikkarte (GPU), Arbeitsspeicher (RAM), Mainboard, SSD, Netzteil, CPU-Kühler und Gehäuse. Die CPU ist das Gehirn, die GPU berechnet das Bild, der RAM ist der Zwischenspeicher, das Mainboard verbindet alles, die SSD speichert Daten, das Netzteil liefert Strom, der Kühler hält die CPU kühl und das Gehäuse fasst alles zusammen. Entscheidend ist, dass die Teile zueinander passen.

Ein PC besteht aus einer Handvoll Hauptkomponenten, die alle zusammenspielen. Wenn du verstehst, was jedes Bauteil macht, fällt dir jede Kaufentscheidung leichter – und du weißt, wo sich Geld lohnt und wo du sparen kannst. Dieser Überblick erklärt die acht wichtigsten Komponenten verständlich und ohne Fachchinesisch.

Die acht Hauptkomponenten im Überblick

Jeder Desktop-PC braucht im Kern dieselben Bauteile: Prozessor (CPU), Grafikkarte (GPU), Arbeitsspeicher (RAM), Mainboard, SSD, Netzteil, CPU-Kühler und Gehäuse. Gehen wir sie der Reihe nach durch.

1. Der Prozessor (CPU) – das Gehirn

Die CPU ist die zentrale Recheneinheit. Sie erledigt die allgemeinen Berechnungen und steuert das Zusammenspiel aller Komponenten. Wichtige Kennzahlen sind die Zahl der Kerne (mehr Kerne = mehr Aufgaben gleichzeitig) und die Taktrate. Für Office und Gaming reicht ein guter Mittelklasse-Prozessor; für Videoschnitt, 3D oder Streaming sind viele Kerne von Vorteil.

Ob CPU oder Grafikkarte für dich wichtiger ist, hängt stark vom Einsatzzweck ab – das erklären wir ausführlich in CPU oder GPU – was ist wichtiger?.

2. Die Grafikkarte (GPU) – das Bildwerk

Die Grafikkarte berechnet alles, was du auf dem Bildschirm siehst – beim Gaming ist sie meist die wichtigste und teuerste Komponente. Sie bestimmt, mit welcher Auflösung und wie vielen Bildern pro Sekunde (FPS) Spiele laufen. Auch beim Videoschnitt und bei 3D-Anwendungen beschleunigt sie viele Aufgaben. Entscheidend ist neben der Leistung der Grafikspeicher (VRAM).

Welche GPU-Klasse zu welcher Auflösung passt, liest du in unserer Grafikkarten-Kaufberatung.

3. Der Arbeitsspeicher (RAM) – das Kurzzeitgedächtnis

Im RAM liegen die Daten, mit denen der PC gerade aktiv arbeitet. Ist zu wenig davon vorhanden, wird das System spürbar langsam. Für die meisten PCs sind 16 GB heute der sinnvolle Startpunkt, 32 GB geben mehr Reserve für Multitasking, Streaming oder Kreativ-Software.

Wie viel RAM du wirklich brauchst, klären wir in Wie viel RAM braucht ein Gaming-PC?.

4. Das Mainboard – die Schaltzentrale

Das Mainboard (auch Motherboard) verbindet alle Komponenten miteinander. Es bestimmt, welche CPU passt (über den Sockel), welcher RAM-Typ unterstützt wird (DDR4 oder DDR5) und wie viele Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten du hast. Es macht den PC nicht schneller, ist aber die Grundlage dafür, dass alles zusammenpasst und sich später aufrüsten lässt.

5. Die SSD – der Datenspeicher

Auf der SSD liegen dauerhaft dein Betriebssystem, Programme und Dateien. Moderne NVMe-SSDs sind sehr schnell und sorgen für kurze Ladezeiten und ein zügiges System. 1 TB ist heute ein guter Startpunkt; bei vielen Spielen oder großen Projektdateien darf es mehr sein.

Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht in Welche SSD für Gaming?.

6. Das Netzteil – die Stromversorgung

Das Netzteil (PSU) versorgt alle Komponenten mit Strom. Wichtig sind eine ausreichende Wattzahl für die verbaute Hardware und eine gute Effizienz (80-Plus-Zertifizierung). Am Netzteil zu sparen ist riskant – ein hochwertiges Modell schützt deine übrigen Komponenten und läuft leiser.

Wie du die richtige Wattzahl bestimmst, erklärt Wie viel Watt braucht mein Netzteil?.

7. Der CPU-Kühler – gegen die Hitze

Prozessoren werden unter Last heiß und müssen gekühlt werden. Es gibt Luftkühler (ein Kühlkörper mit Lüfter, leise und zuverlässig) und Wasserkühlungen (AIO, aufwendiger, oft für High-End-CPUs). Wichtig: Viele Prozessoren werden ohne beiliegenden Kühler verkauft – dann musst du einen separat einplanen.

8. Das Gehäuse – das Zuhause

Das Gehäuse beherbergt alle Komponenten, sorgt für Luftstrom (Airflow) und bestimmt mit, wie leise und kühl der PC läuft. Wichtig ist, dass Mainboard-Format und Grafikkarten-Länge hineinpassen. Viele Gehäuse bringen bereits Lüfter mit – ein Detail, das man beim Vergleich leicht übersieht.

Wie alles zusammenspielt

Ein guter PC ist kein PC mit den teuersten Einzelteilen, sondern einer, dessen Komponenten zueinander passen und auf den Einsatzzweck abgestimmt sind. Eine sündhaft teure Grafikkarte wird von einer zu schwachen CPU ausgebremst; viel RAM nützt wenig, wenn die SSD lahm ist. Genau dieses Abstimmen ist der eigentliche Kern beim PC-Zusammenstellen.

Wenn du jetzt deinen ersten eigenen PC planen willst, führt dich unser PC für Anfänger zusammenstellen Schritt für Schritt durch den ganzen Prozess.

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